Montag, 14. September 2026

Es ist wie verhext

Wir verlieren unser Auswärtsspiel im Letzigrund gegen den FC Zürich mit 1:2-Toren und nehmen somit aus der Ferne wieder nichts Zählbares mit. Wie bereits gegen Sion und Luzern fällt der entscheidende Treffer auch in Zürich erst tief in der Nachspielzeit. Eine Chance zur Reaktion blieb damit nicht – Der Treffer durch Monsberger in der ersten Halbzeit war letzten Endes nicht genug.

 

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Ein vielversprechender Start

Unsere Jungs starteten ruhig und konzentriert in die Partie im Letzigrund. Die ersten Minuten waren zunächst von einem gegenseitigen Abtasten geprägt, doch schnell übernahm Rot-Weiss die Kontrolle über das Spiel. Mit sauberem Spielaufbau und viel Ballbesitz liessen wir den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und bestimmten damit Tempo und Rhythmus der Partie. Nach rund zehn Minuten hatten wir 83 Prozent Ballbesitz aufzuweisen. Immer wieder gelang es uns, vielversprechend in die gegnerische Hälfte und bis in den Zürcher Strafraum vorzudringen. Was allerdings noch fehlte, war die letzte zündende Idee im Abschluss. Das änderte sich in der 13. Spielminute: Nicolas Hasler wurde auf der rechten Seite freigespielt und brachte den Ball gefährlich zur Mitte. Dort stand Marcel Monsberger goldrichtig und verwertete die Hereingabe zur verdienten 1:0-Führung für unseren FCV. Kurz darauf bot sich bereits die nächste Möglichkeit. Milos Cocic kam vor dem Zürcher Tor zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht in die Maschen. So ein Doppelpack wäre auch zu schön gewesen. Der Führungstreffer hatte allerdings auch einen Effekt auf die Gastgeber. Der FC Zürich wurde zunehmend aktiver und fand nun besser in die Partie. In der 19. Minute kamen die Zürcher zu ihrer ersten Grosschance, kurz darauf folgte bereits die nächste Möglichkeit. In der 21. Minute musste sich Benjamin Büchel im Vaduzer Tor erstmals richtig auszeichnen – und zeigte den Zuschauern im Letzigrund mit seiner starken Parade, dass auf ihn Verlass ist. Während die Zürcher in der Startphase noch etwas schläfrig wirkten, präsentierten sie sich nun deutlich aggressiver und bissiger. Unsere Jungs mussten in dieser Phase defensiv mehr arbeiten und darauf achten, den Gastgebern möglichst wenig Raum zu geben. Zürich wurde immer stärker und kam in der 34. Minute erneut zu einer Grosschance. In dieser Szene bekamen wir keinen richtigen Zugriff auf den Ball, doch wiederum war es Beni Büchel, der mit einer starken Parade den Ausgleich verhinderte. Offensiv meldeten wir uns in der 39. Minute wieder zurück. Lutfi Dalipi zog von rechts in Richtung Tor und versuchte es aus schwierigem Winkel. Der Ball kullerte am Zürcher Torhüter und schliesslich auch am Tor vorbei. Kurz vor der Pause wurde es nochmals gefährlich vor unserem Tor. Wieder tauchte der FCZ in aussichtsreicher Position auf – und wieder war es unserem Vaduzer Urgestein Benjamin Büchel zu verdanken, dass unsere Führung Bestand hatte. So gingen wir trotz der zunehmenden Zürcher Druckphase mit einer 1:0-Führung in die Pause. Insgesamt waren wir im ersten Durchgang zwar die spielbestimmende Mannschaft, vor dem gegnerischen Tor fehlte uns allerdings die letzte Konsequenz.

 

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Ein anderes Bild in der zweiten Halbzeit.

Die Pause schien den Gastgebern gutgetan zu haben. Zürich kam deutlich offensiver aus der Kabine und stand nun hoch, wodurch der FCZ in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile verzeichnen konnte. Nach rund drei bis vier Minuten gelang es unseren Jungs jedoch wieder, sich etwas zu befreien und das Spielgeschehen aus der eigenen Hälfte zu verlagern. Zumindest zeitweise. In der 54. Minute wurde es dann erneut gefährlich. Ein Schuss vom Strafraumrand flog nur knapp über unsere Querlatte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass diese Partie für uns kein Selbstläufer werden würde. Nur eine Minute später liessen wir uns dann zu einfach ausspielen: Kény nutzte die Situation und traf zum 1:1-Ausgleich für die Zürcher. Die Gastgeber waren nun klar am Drücker. Zürich setzte unsere Defensive konstant unter Bedrängnis und kam praktisch im Minutentakt zu gefährlichen Aktionen. In der 59. Minute rettete uns sogar das Gebälk vor dem Rückstand – bei diesem Abschluss wäre Beni Büchel wohl chancenlos gewesen. Marc Schneider reagierte und nahm in der 62. Minute einen Doppelwechsel vor: Marcel Monsberger und Milos Cocic gingen vom Feld, Dejan Djokic und Mattia Walker kamen neu in die Partie. Die FCV-Fans im Stadion hofften dadurch auf neue Impulse - Diese blieben zunächst jedoch aus. Rund um die 70-Minuten-Marke war der FC Zürich Dauergast in und um unseren Strafraum. Die Gastgeber liessen sich in dieser Phase kaum abschütteln und suchten mit viel Nachdruck den Führungstreffer. Kurz darauf brachte Marc Schneider mit Daniel Kasper nochmals eine frische Kraft. Auch ein seltener Vaduzer Corner brachte keine Wende. In der 76. Minute bot sich dem FCZ erneut eine gute Gelegenheit. Die Zürcher vertändelten den Ball jedoch ohne unser Zutun. Unsere Jungs hielten wacker dagegen und kamen nach 81 Minuten nochmals zu einer aussichtsreichen Freistossmöglichkeit. Der Ball kam zwar aufs Tor, doch der Zürcher Schlussmann zeigte keine Blösse und verhinderte unseren möglichen Führungstreffer. Kurz darauf reagierte Marc Schneider erneut und brachte Mats Hammerich sowie Mischa Beeli für Julian Stark und Luca Mack. Auch in der Schlussphase blieb der FCZ gefährlich. Nach 88 Minuten kamen die Gastgeber nochmals vor unser Tor, doch Nicolas Hasler warf sich in die Aktion und lenkte den Ball zur Ecke. Zwei weitere Corner folgten – beide jedoch ohne Ergebnis für die Gastgeber. Dann der Dolchstoss ins Herz eines jeden Vaduzers: Der Zürcher Emmanuel fasst sich 30 Sekunden vor Ende der Nachspielzeit ein Herz und zirkelt den Ball aus der Distanz ins Vaduzer Tor. Benjamin Büchel war chancenlos, diesen Vorstoss der Zürcher hätte man davor schon unterbinden müssen. 2:1 für den FCZ, so kurz vor Spielende. Bitter, unnötig und ein unschönes Déjà-vu.

 

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Das Duell der Meister wartet

Zum wiederholten Male haben unsere Jungs eine bittere Niederlage zu verdauen. Zum wiederholten Male stehen wir ohne Punkte da. An diesem Sonntag war es aber schlicht und ergreifend auch zu wenig von unserer Seite. Wir wollen dies aber wieder ändern und kommenden Sonntag die Wende einleiten! Wir empfangen den aktuellen Schweizer Meister zum Duell bei uns im Rheinpark Stadion: Der FC Vaduz gegen den FC Thun am Sonntag, den 20.09.2026, um 14:00 Uhr – Unsere Jungs zählen dabei auf die volle Unterstützung von den Rängen! HOPP VADOZ!

 

 

 

Tore: 0:1 13. Marcel Monsberger, 1:1 55. Philippe Kény, 2:1 90+2. Umeh Emmanuel.

 

FC Zürich: Huber; Lichtenstein, Kamberi, Schödler, Volken; Comenencia, Reichmuth, Krasniqi (45. Berisha), Emmanuel; Keny, Reverson (30. Spadanuda).

 

FC Vaduz: Büchel; Hasler, Simani, Berisha, Schwizer; Mack (82. Hammerich); Stark (82. Beeli), Cabrera (72. Kasper), Cocic (62. Walker); Monsberger (62. Djokic), Dalipi.

 

 

Bilder: FCV / Michael Zanghellini