Ein Mittwochabend am Vierwaldstättersee
In der Thermoplan Arena trafen wir am gestrigen Abend um 20:30 Uhr auf den FC Luzern. Eine hart umkämpfte Partie zweier Mannschaften die sich nichts schenkten. Nach 90 Minuten trennen wir uns vom FCL mit 1:2. Für den FC Vaduz traf kurz nach der Pause Julian Stark.

Luzern mit viel Druck zum Start
Bereits in den ersten Minuten wollte der FC Luzern dem eigenen Publikum mächtig einheizen und verzeichnete mehrere gute Chancen, um in Führung zu gehen. Unsere Jungs brauchten einen Moment, um ins Spiel zu kommen. Ausser zweierlei Eckbällen für Vaduz waren es vor allem die Luzerner die in dieser Startphase gefährlich wurden – doch auch bei ihnen fehlte zunächst die nötige Konsequenz vor dem Tor. Erst mit Monsberger in der 21. Minute kam rot-weiss zu einem richtigen Abschlussversuch. Dieser strich jedoch auch über die Querlatte ins Aus. Die Heimmannschaft konnte immer wieder Abschlüsse verbuchen. Welche jedoch auch allesamt nicht mit der nötigen Präzision versehen waren. In der 26. Minute konnten sich unsere Jungs dann äusserst ansehnlich durch die gegnerische Hälfte kombinieren und kamen nach Vorlage von Dalipi auf Cabrera zu einem weiteren Torschuss. Eine starke Parade des Luzerner Schlussmanns war hier nötig. Aus der darauffolgenden Ecke entstand leider nichts. Auch lange Zeit passierte nicht viel – rund zehn Minuten vor dem Pausenpfiff dann ein sehenswerter Weitschuss der Luzerner. Kurz darauf wurde es hitzig. Ein Luzerner liegt am Boden, Simani passte das so gar nicht. Rudelbildung, gelb für unseren Denis und den Luzerner Ciganiks. In der 43. Spielminute dann das vermeintliche Führungstor durch Luzern. Das Schiedsrichtergespann entschied zwar absolut richtig auf Abseits, man merkte aber, dass die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt am Drücker waren. In der Nachspielzeit schoss der FC Luzern den Ball fast noch selbst über eine ganze Hälfte in den eigenen Kasten. Knapp am Tor vorbei, aber das wäre auch zu schön gewesen. Damit ging es nach 45 Minuten mit 0:0 in die Pause.

BLITZSTART nach der Pause
Unsere Jungs kamen mit Dampf aus der Pause! Und wie! Bereits nach rund 26 Sekunden gingen wir durch Julian Stark in Führung. Ein absoluter Blitzstart für rot und weiss, den diejenigen mitgereisten Fans, die schon wieder vom Bierstand zurück waren auch sichtlich feierten. Sowohl Luzern und Vaduz waren in der Folge bestrebt den Spielstand zu ändern, beziehungsweise aufzubessern. Es entwickelte sich ein munteres hin und her. In der 59. Spielminute dann der 1:1-Ausgleich der Luzerner durch den Bruder eines Ex-Vaduzers, Ruben Fernandes. Kurz darauf wieder eine gute Chance für Vaduz durch Lutfi Dalipi – Unsere Jungs liessen sich vom Gegentreffer nicht einschüchtern. Doch auch das Heimteam wurde durch den Treffer beflügelt und fand den Weg wiederholt gefährlich vor das Tor. Dann in die vermeintliche Führung der Luzerner durch Nando Toggenburger in der 64. Minute – Doch dieser schlägt Denis Simani in der Entstehung gut ersichtlich, weshalb das Tor durch den Schiedsrichter nach Ansicht der Bilder zurückgezogen wird. Weiterhin 1:1. In der Folge merkte man den Luzernern an, dass sie mit dieser Entscheidung nicht zufrieden waren. Sie drückten, standen oft tief in unserer Hälfte und verzeichneten die ein oder andere sehr gute Chance. Rot-weiss versuchte es über schnelle Umschaltmomente zu richten, was jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte. In der ersten Minute der Nachspielzeit dann der Schock: Ballverlust auf Strafraumhöhe, ein wildes hin und her, Sawadogo rettet auf der Linie. Für einen kurzen Moment dachten alle, dass es sich damit erledigt hat. Doch der Linienrichter meinte, den Ball über der Linie gesehen zu haben – 2:1 für Luzern, ein Tor, welches aufgrund der fehlenden Technik nicht abschliessend geklärt ist. Glück für Luzern, dass „im Zweifel für den Angeklagten“ keine Floskel aus dem Fussball ist. Bereits im fünften Spiel dieser Saison stehen wir nach einer guten Leistung ohne Punkt da.

Den Blick voraus richten!
Weiter geht es für unsere Jungs in dieser „englischen“ Woche bereits am Samstag. Wir treffen zuhause im Rheinpark Stadion um 18:00 Uhr auf den FC Lausanne-Sport. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann dort einiges zu holen sein – Wir brauchen jedoch deine volle Unterstützung von den Rängen! HOPP VADOZ!
Tore: 0:1 46. Julian Stark, 1:1 59. Ruben Dantas Fernandes, 2:1 90+1. Nando Toggenburger.
FC Luzern: Letica; Ruben Dantas Fernandes (82. Lüthi), B. H. Freimann, B. M. Freimann, Ciganiks; Bertone, Owusu (57. Wyss), Di Giusto, Zimmermann (73. Silva); Bongeli (57. Toggenburger), Mikolajewski (82. Meyer).
FC Vaduz: Schaffran; Hasler, Simani, Berisha, Schwizer (73. Sawadogo); Mack (90. Walker); Stark, Cabrera, Cocic (62. Kasper); Monsberger (73. Djokic), Dalipi.
Bilder: FCV / Michael Zanghellini