Niederlage gegen den Meister
Wir verlieren in der 9. Runde der Brack Super League Saison 26/27 im heimischen Rheinpark knapp gegen den FC Thun. Dem amtierenden Schweizer Meister wären dabei jedoch auch Punkte abzuluchsen gewesen - Letzten Endes müssen wir uns aber dennoch an der eigenen Nase nehmen, unsere Chancen besser nutzen und nach vorne blicken. Für unsere Farben traf Marcel Monsberger.

Ein solider Start
Wir starteten engagiert in unser Heimspiel gegen den FC Thun und übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spielgeschehen. Mit viel Ballbesitz liessen wir den Ball laufen und versuchten, die Thuner Defensive mit einem geduldigen und sauberen Spielaufbau zu knacken. Immer wieder gelang es unseren Jungs, sich in Richtung gegnerischen Strafraum zu kombinieren. In der ersten Halbzeit fehlte uns jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss. Thun konzentrierte sich derweil vor allem darauf, kompakt zu stehen und bei Ballgewinnen schnell umzuschalten. Genau eine solche Situation führte nach 33 Minuten zum ersten Treffer der Partie. Furkan Dursun brachte die Gäste mit 0:1 in Führung. Trotz des Rückstands liessen wir uns nicht aus dem Konzept bringen und versuchten weiterhin, unser Spiel aufzuziehen. Dennoch ging es mit diesem Rückstand in die Pause. Dabei zeigte bereits ein Blick auf die Spielstatistik, dass wir durchaus die spielbestimmende Mannschaft waren: Mehr Ballbesitz und mehr Aktionen im gegnerischen Strafraum standen nach 45 Minuten zu Buche. Die Gäste aus dem Berner Oberland wirkten bei ihren Ballaktionen jedoch wesentlich griffiger, aggressiver und letztendlich auch effizienter.

Thun erhöht und muss am Ende zittern
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Zunächst traf Monsberger nach einer Ecke zum vermeintlichen 1:1, der Schiedsrichter entschied aufgrund eines Blocks von Mack jedoch auf Foulspiel und nahm den Treffer zurück. Nach diesem diskussionswürdigen Entscheid folgte die Antwort der Thuner: In der 49. Minute erhöhte Nils Reichmuth auf 0:2 und stellte uns damit vor eine schwierige Aufgabe. Trotz des Zwei-Tore-Rückstands blieb unsere Mannschaft aktiv und suchte weiter den Weg nach vorne. Wir erhöhten den Druck und kamen immer wieder gefährlich in die Offensive. Insgesamt gaben wir 18 Schüsse ab, 14 davon innerhalb des gegnerischen Strafraums. Besonders auffällig war dabei Marcel Monsberger, der mit fünf Abschlüssen am häufigsten den Weg zum Tor suchte. Auch Niklas Lang und Julian Stark sorgten mit ihren Abschlüssen für Gefahr. Dennoch liessen wir defensiv zu viel zu. Die Thuner kamen viel zu oft und viel zu einfach vor unseren Kasten und scheiterten entweder an Schaffran oder am eigenen Unvermögen. Unsere Gäste hätten durchaus erhöhen können! Es waren dann aber doch unsere Jungs, welche den nächsten erfolgreichen Vorstoss verbuchten. In der 73. Minute setzte sich Lutfi Dalipi entscheidend durch und legte für Marcel Monsberger auf. Unser Stürmer blieb vor dem Tor ruhig und verkürzte auf 1:2. Damit war die Partie wieder einigermassen offen. Der Anschlusstreffer gab uns nochmals zusätzlichen Schwung. Wir warfen in der Schlussphase alles nach vorne und versuchten, den Ausgleich zu erzwingen. Mit Dejan Djokic, Mischa Beeli, Malik Sawadogo und Mattia Walker brachte Cheftrainer Schneider nochmals frische Kräfte. Unsere Jungs kamen auch weiterhin zu Möglichkeiten, doch der Ball wollte kein zweites Mal im Thuner Netz einschlagen. Zu allem Elend vergaben wir kurz vor Schluss auch noch eine 100%-Chance. Am Ende müssen wir uns trotz grossem Aufwand mit 1:2 geschlagen geben. Über weite Strecken waren wir die spielbestimmende Mannschaft, hatten genügend offensive Präsenz, um die Partie für uns zu entscheiden, wiesen in der Defensive jedoch erhebliche Unzulänglichkeiten auf. Der FC Thun nutzte seine Möglichkeiten konsequent und nimmt deshalb drei Punkte aus dem Rheinpark Stadion mit.

Die Zeit nutzen
Auf unsere Jungs wartet nun die lange Nationalmannschaftpause, in der einiges an Zeit für Regeneration und die Analyse bleibt. Wir wollen diese bestmöglich nutzen, stärker zurückkommen und endlich die nächsten drei wichtigen Punkte einfahren - Dabei treffen wir am Sonntag, dem 11. Oktober 2026 um 16:30 Uhr zuhause auf dem FC Basel 1893! HOPP VADOZ!
Tore: 0:1 33. Furkan Dursun, 0:2 49. Nils Reichmuth, 1:2 73. Marcel Monsberger.
FC Vaduz: Schaffran; Hasler (88. Walker), Lang (74. Beeli), Simani, Schwizer (80. Sawadogo); Mack; Stark, Cabrera (74. Djokic), Cocic; Monsberger, Dalipi.
FC Thun: Steffen; Dähler, Bamert, Zoukit (86. Passavant), Strannegard (67. Mambwa); Roth, Käit (67. Christoffersson); Reichmuth (78. Fehr), Saiz; Labeau, Dursun (67. Maier).
Fotos: FCV / Jürgen Posch