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7. April 2010

Der Medienspiegel: FC Balzers I - FC Vaduz 0:4


Ernst Hasler schreibt im Liechtensteiner Vaterland:

Der FC Vaduz stösst ohne Probleme ins Finale vor

Der FC Vaduz zieht ein weiteres Mal ins Liechtensteiner Cupfinale ein. Im Halbfinale beim FC Balzers sorgte der FCV schon vor der Halbzeit für klare Verhältnisse (0:3) und ging letztlich als 0:4-Sieger vom Platz.

Proschwitz (12.), Koitka (20.) und Bader (41.) lebten Effizienz vor und sorgten schon vor dem Seitenwechsel für eine Vorentscheidung. Stegmayer fixierte den Endstand (72.).
Es war ein glanzloser Sieg des Oberklassigen aus der Challenge League, der jedoch mit der richtigen Grundhaltung ins Spiel gegangen war und aufs Tempo drückte. Obwohl das Unterklassige FC Balzers in der zweiten Halbzeit eine klare Leistungssteigerung zeigte, reichte es nicht zum Ehrentor. Er fand trotz der Leistungssteigerung nicht nehr so ins Spiel zurück, um den Favoriten ernsthaft zu gefährden.

Aussenseiter zeigt Ehrfurcht
In Partien Unterklassiger gegen Oberklassige besitzt der Aussenseiter meistens dann eine Chance, den Favoriten in Verlegenheit zu bringen, wenn er mit der nötigen Aggressivität ins Spiel geht. Diese Tugend fehlte dem jungen Balzner Team; es erstarrte stattdessen vor dem FCV. FCB-Trainer Michael Nushöhr erwiderte: «Wir wollten defensiv stehen, liessen nicht soviele Torchancen zu und wollten länger das 0:0 halten. Deshalb standen wir defensiv etwas tiefer. Das 0:1 entstand aus der ersten echten FCV-Chance.» Nach einer ungenügenden Abwehr jagte Proschwitz den Ball aus 15 Metern ins lange Eck (0:1). Koitkas abgerissener Weitschuss aus 22 Metern fand ebenfalls den Weg ins Tor; Torhüter Vogt sah nicht gut aus (0:2). Es kam noch vor dem Seitenwechsel dicker für den Zweitliga-interregionaligisten: Einen Burgmeier-Freistoss köpfelte Bader ein (0:3). Nur einmal war der FCB gefährlich vor Jehle aufgetaucht, doch Roger Beck kam bei einem Steilzuspiel ein Schritt zu spät (7.).

FCB wie verwandelt
Zu Beginn der zweiten Halbzeit trat der FCB völlig verwandelt auf. Er traute sich plötzlich etwas zu und kam zu klaren Möglichkeiten. Zuerst donnerte Kaufmann einen Freistoss aus 25 Metern an den Pfosten (50.). Nachdem Svecak Torhüter Jehle austanzte, kratzte Steil den Ball von der Linie (52.) und schliesslich musste Jehle sein gesamtes Können aufwenden, um Svecaks-Schrägschuss um den Pfosten zu lenken (55.).
In der Folge kontrollierte der FCV die Partie. Vogt konnte sich gegen Sutter (47.), Bader (67.) und einen Christen-Flachschuss auszeichnen (83.). Gegen einen indirekt ausgeführten Freistoss, den Stegmayer ins linke, obere Eck jagte (0:4), war er indes chancenlos.

«Hätten Anschlusstreffer verdient»
«Der Anschlusstreffer ist uns leider nicht gelungen, obwohl er mehr als verdient gewesen wäre», urteilte FCB-Trainer Nushöhr. Im zweiten Abschnitt zeigte der FCB mehr Mut. «Wir hatten gemerkt, dass hier mehr drinliegt. Doch zur Halbzeit war die Entscheidung bereits gefallen. Ich hätte mir den Ehrentreffer gewünscht», bekannte Nushöhr.

Littbarski zufrieden
«Wir haben gleich aufs Tempo gedrückt, Akzente gesetzt und schöne Tore erzielt. Das war die gute Einstellung für dieses Spiels», befand FCV-Trainer Pierre Littbarski. In der Folge sah er den Auftritt als Pflichtaufgabe. «Wir zeigten in der zweiten Halbzeit einige Unkonzentriertheiten, doch insgesamt bin ich zufrieden. Der eine oder andere gibt dieser Sieg Ansporn und Selbstvertrauen», so Littbarski.

Jan Stärker schreibt im Liechtensteiner Volksblatt:

FCV erledigt Pflichtaufgabe

Pflichtaufgabe erfüllt, Pokalfinale erreicht. So kann man den 4:0-Sieg des FC Vaduz beim zwei Klassen tieferen FC Balzers im FL-Cup-Halbfinale kurz und knapp beschreiben.
Vaduz-Teamchef Pierre Littbarski stellte nach der Katastrophenleis-tung von Kriens seine Mannschaft erneut um. Dabei verzichtete der Weltmeister von 1990 auf Experimente, liess seine wohl stärkste Elf auflaufen. Koitka kam zurück ins Team als zweite Spitze neben Toptorjäger Nick Proschwitz, der gestern Abend auf der Rheinau wiederum von einem Scout von Greuther Fürth sowie einem Be- obachter eines belgischen Erstligisten beobachtet wurde. Dazu kam Rechsteiner nach seiner Sperre in der Meisterschaft wieder in die Mannschaft. Dafür mussten Akdemir und Kempe raus, standen nicht einmal im Kader. Bei Balzers vermisste man Nationalspieler Franz-Josef Vogt und Aliu, die beide im Ausland sind, sowie die verletzten Ritter und Wille.
Wie es sich für den Klassenunterschied auch gehört, startete Vaduz mit viel Druck. Burgmeier schoss bereits nach zwei Minuten knapp drüber. Und schon in der 12. Minute ging der Favorit in Führung. Nach einer ungewollten Kombination mit Stegmayer vollstreckte Proschwitz aus 15 Metern knallhart links unten ins Eck. Keine Chance für FCB-Keeper Vogt. Nur acht Minuten später dann schon der zweite Treffer für den Challenge-League-Club. Koitka hämmerte die Kugel aus 25 Metern mit links ins linke obere Eck - abermals keine Chance für Vogt. In der 41. Minute dann schon die Vorentscheidung. Burgmeier drehte einen Freistoss von der Seite schön Richtung FCB-Tor und Mittelfeldkämpfer Bader wuchtete den Ball aus vier Metern per Kopf zum 3:0 für Vaduz in die Maschen.Das störte Balzers-Trainer Michael Nushöhr dann doch ein bisschen nach dem Spiel. «Vaduz hat in der ersten Hälfte vier Mal aufs Tor geschossen und drei Mal getroffen. Die Treffer sind wie aus dem Nichts gefallen», ärgerte sich der frühere Bundesligaprofi. «Dennoch haben wir uns gut verkauft. Doch ich hätte der Mannschaft gewünscht, dass sie in der zweiten Hälfte noch ein Tor macht. Die Chancen waren da und sie hätte es verdient gehabt.»Und da hatte Nushöhr recht. Denn Balzers war im zweiten Durchgang drauf und dran, sich für die starke kämpferische Leistung zu belohnen. Zuerst zirkelte Kaufmann einen Freistoss aus 25 Metern schön über die Mauer, doch leider an den Pfosten (50.). Nur zwei Minuten später spitzelte Svecak schön den Ball an Nationaltorwart Jehle vorbei, doch Steil kratzte den Ball von der Linie. Erneut Svecak scheiterte am starken Jehle (55.) und dann rettete Jehle vor Hasler (70.).

Eiskalte Vaduzer Profis
Der FC Vaduz schlug, trotz schwacher zweiter Hälfte, eiskalt zu und machte mit dem 4:0 durch Stegmayer alles klar. Einen 25-Meter-Freistoss schoss der Linksfuss schön in den linken Winkel (72.). Anschliessend passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel. Die letzte Möglichkeit hatte aber Balzers durch Exnationalspieler Roger Beck, der in der Nachspielzeit drüber schoss.«Es hat schon geholfen, dass wir schnell das 1:0 und das 2:0 geschossen haben. Nach dem 3:0 wussten wir, dass das Spiel entschieden war», grinste FCV-Verteidiger Pascal Cerrone. «Nach der Pause mussten wir ab und zu auch mal auf unsere Gesundheit schauen. Balzers hätte aber auch ein Tor verdient gehabt.»


FC Vaduz, PO Box 158, 9490 Vaduz, Fürstentum of Liechtenstein, Phone +423 375 18 00, Fax +423 375 18 09, info@fcvaduz.li
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