HomeNewsServiceMediaSitemapContactDeutsch 
SeasonTicketsShopUEFA-ELFansStadiumClubJuniorsSponsorsLeisure Time
29. March 2010

Der Medienspiegel: FC Vaduz - FC Schaffhausen 1:3


Ernst Hasler schreibt im Liechtensteiner Vaterland:

Heimpleite: Baustelle Abwehr

Der FC Vaduz kassierte gegen den FC Schaffhausen die zweite Heimniederlage in Serie. Obwohl der FCV engagiert auftrat, siegten die Gäste mit 1:3 (0:1)-Toren.

Proschwitz erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (49.), Berisha (41.), Matic (85.) und Valente (90.) trafen für die Gäste.
Dem FCV geht derzeit die Effizienz ab, denn Torchancen kreierte er genügend, obwohl auch der sogenannte «letzte» Pass oder die Flanken ein Problem waren; sie fanden selten einen Abnehmer. «Wir haben gut über die Aussenseiten nach vorne gespielt. Eine Variante wäre, eine Flanke auf den zweiten Pfosten zu heben ... der letzte Pass war nicht gut», befand auch FCV-Trainer Pierre Littbarski. Der Spielfluss war verbessert, dennoch blieb die Fehlerquote hoch. Da die Abwehr derzeit auch keinen stabilen Eindruck hinterlässt, kam es letztlich zu einem klaren Verdikt. Ein Remis hätte den gezeigten Leistungen entsprochen.

Viel Ballbesitz, Tor für die Gäste
Der FCV trat engagiert auf, liess den Ball lange in den eigenen Reihen zirkulieren, doch der Raumgewinn war ungenügend oder aber die Gäste organisierten ihr Defensive gut. Stattdessen tauchten die einmal vor dem FCV-Kasten auf: Berisha köpfelte einen Weller-Freistoss von der rechten Seite ins kurze Eck (0:1). «Wir haben geschlafen, denn bei einem Freistoss sollten wir organisiert sein», stellte Pierre Littbarski klar. Als die FCV-Defensive erneut im Tiefschlaf steckte, hätte Weller sogar erhöhen können, doch der Ex-Vaduzer setzte den Ball aus acht Metern neben das Tor (45.); zuvor hatte er einen Direktschuss knapp neben das Tor gesetzt (31.). Einmal stand Torhüter Deana in Bedrängnis, als er den vorgestossenen Staubli stoppte (20.).
Es war eine schmeichelhafte Gästeführung, denn der FCV besass im ersten Abschnitt klare Vorteile. Koitka stoppte den Ball, statt direkt mit dem Kopf abzuschliessen (4.). Burgmeier schoss einen Verteidiger an (6.) und einen Büchel-Volley lenkte Torhüter Bürki mirakulös zur Ecke (17.). Proschwitz schoss einen Verteidiger an (34.) und Burgmeiers Flachschuss blieb eine Beute von Bürki (44.).

Der schnelle Ausgleich
Kaum standen die Teams nach dem Tee auf dem Platz, gelang dem FCV der Ausgleich: Rechsteiner befreite, das Leder landete bei Burgmeier, dessen Flanke konnte Proschwitz präparieren, er umkurvte den Torhüter und schob ein (1:1). In der Folge suchten beide Teams vehement die Offensive. Steil klärte vor zwei einschussbereiten Gästespielern (57.), Büchel verzog aus dem Hinterhalt (59.), Proschwitz köpfelte aus nächster Nähe daneben (61.). «Das Ding muss drinnen sein», so FCV-Trainer Littbarski. Nater vergab auf der Gegenseite und jagte den Ball aus neun Metern in den Nachthimmel (67.). Die beste Tat von Torhüter Deana war notwendig, als Valente auf ihn zustürmte (68.). Koitka wurde einschussbereit gestoppt (70.) und als Rechsteiner Gegenspieler Martic hinter sich aus dem Auge verlor, hiess es 1:2 (85.). «Das ist eine Basissache. Ich kann keinen am hinteren Pfosten stehen lassen, den köpfle sogar ich ins Tor. Da müssen wir uns hinterfragen, haben wir alles gebracht», ärgerte sich Littbarski.
Das 1:3 mittels Foulpenalty – Steil hatte Valente gefoult – bildete den Abschluss in einer Partie, die auf beide Seiten hätte kippen können. Das Resultat passte nicht, doch die Spielweise – immer noch mit hoher Fehlerquote – war gegenüber anderen Auftritten im Frühjahr verbessert, weil das Engagement und die Aggressivität stimmten. «Das Engagement fand ich ebenfalls gut», bekannte Littbarski, der meinte, dass mit dem Ausfall von Burgmeier die Aktivkraft verloren ging. Schaffhausen trat zielstrebig und selbstbewusst auf und hatte in den zwei Ex-Vaduzern Nater und Weller zwei Aktivposten.

«In der Abwehr schwimmen wir»
«Egal, obs regnet oder nicht, hinten schwimmen wir derzeit. Die drei Abwesenden können wir nicht ersetzen, obwohl Deana gut gehalten hat», ging Littbarski mit seiner Defensive hart ins Gericht und ergänzte: «Die zwei im Zentrum fanden nicht die richtige Abstimmung. Sie stehen falsch, unterschätzen den Ball und rücken zu spät raus. Es ist der zweite Anzug.»
Der Deutsche blickt bereits der nächsten Aufgabe entgegen. «Am Mittwoch in Kriens müssen wir die Wunden lecken. Wir müssen erneut Engagement zeigen, aber effektiver sein», so Pierre Littbarski.

Weiler: «Wir zeigten ein gutes Spiel»
«Wir nutzten die Situation, da Vaduz derzeit in einer Unsicherheit steckt, wie die Zukunft aussieht. Zudem hat Vaduz den Anschluss nach vorne endgültig verloren», erläuterte Schaffhausens Trainer René Weiler und ergänzte: «Wir zeigten ein gutes Spiel, Vaduz zeigte bestimmt nicht die stärkste Leistung der laufenden Saison.» Dass die Partie auf beide Seiten hätte kippen können, sah Weiler auch. «Vor allem in der zweiten Halbzeit hätten Tore hüben wie drüben fallen können. Proschwitz nutzt solche Chancen ansonsten. Aufgrund der Leistung in der ersten Halbzeit sind wir der verdiente Sieger», so Weiler, der zufrieden ist, zumal er fünf sehr junge Akteure auflaufen liess.

Jan Stärker schreibt im Liechtensteiner Volksblatt:

Erneute Schlappe für Vaduz

Aus und vorbei. Der FC Vaduz kann sich ab sofort auf die neue Saison konzentrieren. Durch die 1:3-Niederlage am Samstag zu Hause gegen Schaffhausen ist der Aufstiegszug endgültig abgefahren. Das Ziel «sofortiger Wiederaufstieg» damit klar verfehlt.
Die zweite Heimpleite in Folge war gleichzeitig das fünfte Spiel in Folge, dass die Elf von Teamchef Pierre Littbarski nicht gewinnen konnte. Eine ganz schlechte Bilanz. Vor allem, da Vaduz nach einem tollen Zwischenspurt zum Ende der Vorrunde wieder berechtigte Aufstiegshoffnungen hatte und aussichtsreich auf dem 3. Platz lag.
Deshalb wollte Liga-Toptorjäger Nick Proschwitz, der Franke traf bereits zum 19. Mal in dieser Spielzeit gegen Schaffhausen, auch nicht um den heissen Brei herumreden. «Der Aufstieg ist nun endgültig in unerreichbare Ferne gerückt. Jetzt heisst es, den Verein in den letzten Spielen ordentlich zu vertreten und uns anständig zu verkaufen», so Proschwitz ehrlich. «Die Niederlage war sicherlich verdient, da wir vor allem in der 1. Halbzeit schlecht gespielt haben und uns kaum Chancen rausgespielt haben. Nach der Pause war es etwas besser, aber auch nicht ausreichend.»

Spielerisch enttäuschend
Besonders erschreckend gegen nicht gerade übermächtige Schaffhauser: Trotz allem Engagement des FCV, was Littbarski seiner Truppe auch bestätigte, gab es ganze vier Chancen in den 90 Minuten. Für ein Spitzenteam zu wenig. Vor allem spielerisch liess das Spiel doch sehr zu wünschen übrig. Zwar hatte Vaduz über 60 Prozent Ballbesitz - doch raus kam wieder einmal gar nichts.Für Schaffhausens Flügelflitzer Thomas Weller, der der überragende Mann auf dem Platz war, da so ziemlich alle gefährlichen Situationen über ihn liefen, war dagegen froh, endlich «mal einen Grossen» geschlagen zu haben. Und der 3:1-Sieg war auch für den ehemaligen FCV-Kicker verdient. «Wir haben als Team einen guten Auftritt gehabt und auch bei mir persönlich ist es ganz gut gelaufen», strahlte der Sohn des langjährigen FCV-Scouts Hanjo Weller. «Für uns war es ein wichtiger Sieg. Jetzt haben wir dadurch wieder etwas Anschluss nach vorne bekommen.»

Stimmung nicht besonders
Auf der anderen Seite war man beim FCV doch sehr enttäuscht über die Leistung. Doch Littbarski wollte nichts davon wissen, dass es deswegen keinen Spass mehr macht. «Wir haben ja immer die Hoffnung, dass wir das Spiel gewinnen. Doch leider brechen wir uns immer selber den Finger in der Nase durch einfache Fehler in der Defensive», weiss Litti. «Das sind grundlegende Dinge, die nicht passieren dürfen, wie beim den ersten beiden Gegentreffern.
Das is das ABC des Fussballs, das müssen die Spieler einfach auch wissen.»Die Negativserie mit nur einem Sieg in der Rückrunde drückt natürlich auch auf die Stimmung in der Mannschaft. «Das ist ganz klar. Wir haben wieder nicht gewonnen und die vielen Niederlagen sind für die Stimmung schlecht», weiss Proschwitz. Deshalb ist Littbarski froh, dass es Mittwoch (19.45 Uhr, Kleinfeld) bereits in Kriens weiter- geht: «Ich spiele lieber gleich wieder. Schliesslich steht Ostern vor der Tür und es ist einfach zu trist, wenn man dann zu lange warten muss.» 


FC Vaduz, PO Box 158, 9490 Vaduz, Fürstentum of Liechtenstein, Phone +423 375 18 00, Fax +423 375 18 09, info@fcvaduz.li
MAIN SPONSORS
SPONSORS & PARTNERS
OUTFITTER
FANSEITE