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10. Mai 2010

Der Medienspiegel: FC Vaduz - Yverdon-Sport FC 3:2


Ernst Hasler schreibt im Liechtensteiner Vaterland:

Fluch gegen Yverdon abgelegt

Nach sechs Jahren konnte der FC Vaduz endlich ein Heimspiel gegen Yverdon wieder gewinnen. 3:2 (1:1) siegten die Residenzler, spielerisch steigerte sich das Team gegenüber den letzten Partien massiv.

Christen mit einer Doublette (32./65.) und Stegmayer (46.) sowie Edo (3.) und Zari (57.) erzielten die Tore.
Der FCV spielte zielstrebig und zeigte Leidenschaft. Proschwitz und Christen agierten im Angriff variabel. «Christen spielte hervorragend. Ich muss ihm ein Kompliment machen, wie er sich präsentiert hat. Das hat sich schon während der gesamten Woche im Training abgezeichnet; Hut ab», freute sich FCV-Trainer Eric Orie für den 22-Jährigen.

Ein schnelles Tor
Mit einem schnellen Tor überraschte Edo die FCV-Hintermannschaft: Er schob einen Querpass von Mica aus elf Metern ins linke, untere Eck (0:1). Der FCV benötigte einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen. Nach einem Noll-Patzer musste Jehle vor Edo klären (18.). Mühe bekundete Jehle nach einem Büchel-Freistoss (22.). Der FCV-Keeper hielt sein Team im Spiel, als er einen Mica-Knaller zunichte machte (36.).
Mit Fortdauer fand der FCV besser den Tritt. Burgmeier aus dem Zentrum und Stegmayer über die linke Angriffsseite sorgten für Druck und zogen bei jeder sich bietenden Chance aus dem Hinterhalt ab. Burgmeier (19./27./46.+) sowie Stegmayer (41.) verfehlten das Ziel teilweise sehr knapp. Als Stegmayer hinter die Gästeabwehr gelangte, Torhüter Leutwiler seinen scharfen Querpass ungenügend abwehren konnte, glitt Christen mit dem Ball ins Tor (1:1).

Schnelles 2:1
Ein mustergültiger Angriff von Cerrone auf Christen, der leitete den Ball quer auf Stegmayer weiter, dessen Flachschuss von der Strafraumgrenze fand den Weg ins rechte, untere Eck (2:1), brachte den Gastgeber erstmals in Front. Aus heiterem Himmel gelang Yverdon der Ausgleich: Zari konnte einen langen Ball unbedrängt am Fünfereck kontrollieren – Noll stand nicht eng genug am Mann – und jagte ihn ins lange Eck (2:2). Christen avancierte schliesslich zum Mann des Spiels. Als Proschwitz eine Cerrone-Flanke verpasste, behielt Christen die Ruhe und hob den Ball fast von der Grundlinie ins lange, obere Eck (3:2).
Das wars schliesslich, denn Yverdon konnte keine Reaktion mehr zeigen. Zwar waren die Romands mehrheitlich im Ballbesitz. Bis auf einen Gourmi-Schlenzer, den Jehle zur Ecke lenkte (85.), besass der FCV die zwingenden Chancen. Christen spitzelte den Ball neben das Tor (67.), Cerrone vergab per Kopf eine Kapitalchance (75.), Akyer schloss zu harmlos ab (91.) und Bellon legte einen Pass zu viel ein (92.).

Trainer glücklich
«Ich bin sehr glücklich, dass wir heute einen guten Fussball gezeigt haben», urteilte FCV-Trainer Eric Orie. Er ist überzeugt, dass die Akteure allmählich seine Vorstellungen und Ideen aufgenommen haben. «In Biel war unsere Vorstellung sehr schlecht, heute ist der Knopf endlich aufgegangen. Wir haben teilweise den Fussball gespielt, den ich mir vorstelle.» Der Versuch mit Burgmeier im Zentrum zahlte sich aus. «Burgmeier zeigte eine klare Steigerung in seinem Spiel. Auch Cerrone überzeugte mit Lauffreudigkeit und Dynamik. Dynamik und Positionswechsel fordere ich von meinen Spielern», so Eric Orie.

Frustrierter Gästetrainer
Yverdon-Trainer Vittorio Bevilacqua war verärgert. «Nach dem 0:1-Führungstreffer liessen wir zwei Möglichkeiten durch Edo aus. In der Folge kassierten wir zwei Tore, wobei uns das schnelle Tor nach der Pause in Schwierigkeiten gebracht hat», so Bevilacqua. «Wir spielten wie zuletzt keinen schlechten Fussball, benötigen indes zu viele Chancen. Im Moment haben wir zu viele junge Spieler im Einsatz. In der Defensive bringt lediglich Oppliger Erfahrung mit. In der Halbzeit wechselte ich Pepsi und Osmani ein, die ansonsten Stammspieler sind. Ihre Leistungen waren katastrophal», urteilte Bevilacqua, der froh ist, dass er nur noch fünf Tage in Yverdon arbeiten müsse und danach in seine Wahlheimat, das Tessin, zurückkehren darf.

Günther Böhler schreibt im Liechtensteiner Volksblatt:

Christen kam, sah und traf

Die Orie-Elf sprühte im letzten Heimspiel der Saison nach Startschwierigkeiten vor Spielfreude und machte noch vor der Pause einen schnellen Rückstand wett. Nationalspieler Mathias Christen war mit zwei Treffern und einem Assist massgeblich am Erfolg beteiligt.
Die lange Durststrecke ist zu Ende! Nach knapp drei Jahren gelang dem FC Vaduz erstmals wieder ein voller Erfolg gegen Angstgegner Yverdon. Zudem war es auch der erste Heimsieg gegen die Westschweizer, die sich seit der Saison 2004/05 im direkten Duell mit den Vaduzern nur einmal geschlagen geben mussten. Die Generalprobe für das Cupfinale am Donnerstag (17 Uhr) gegen Erstligist USV Eschen-Mauren ist somit gelungen und nach der gezeigten Leistung ist durchaus auch Zählbares im letzten Meisterschaftsspiel in Lugano (Samstag, 17.30 Uhr) drinnen.

Zuerst verschlafen...
Vor magerer Kulisse, nur 565 Zuschauer wollten das letzte Heimspiel der Rot-Weissen sehen, verschlief die Orie-Truppe die Startviertelstunde total, lediglich Marco Colocci (4.) sorgte mit einem Schuss für Gefahr. Die Waadtländer hingegen begannen druckvoll und nach nur drei Minuten war Edo, nach einem Querpass von Mica, zur Stelle. Er musste den Ball nur noch zum 1:0 über die Linie drücken. In dieser Phase hatte der FCV Glück, dass der stets gefährliche Edo nicht schon früh nachlegte. Dann aber übernahmen die Hausherren das Kommando, versuchten jedoch ihr Glück meist mit Schüssen aus der Distanz. Franz Burgmeier, er überzeugte im zent-ralen Mittelfeld, schoss drüber (19.) bzw. scheiterte (30.) an Gäs-te-Keeper Jayson Leutwiler. Zwei Minuten später musste sich der Yverdon-Schlussmann aber erstmals geschlagen geben: Michael Stegmayer zirkelte den Ball von links knapp vor das Gehäuse und Mathias Christen vollendete per Kopf. Weitere Versuche, das Spielgerät in die Maschen zu setzen, blieben beiderseits erfolglos und so ging es nach der Pause quasi von Neuem los.

...dann Blitzstart
Und diesmal legten die Residenzler einen Blitzstart hin. 45 Sekunden nach Wiederanpfiff sorgte Stegmayer, Christen war für das Zuspiel verantwortlich, mit einem wuchtigen Weitschuss aus 20 Metern für die 2:1-Führung des FC Vaduz. Die hielt allerdings nur zwölf Minuten, denn einmal kurz nicht aufgepasst und Peter Jehle musste erneut hinter sich greifen. Bei der schönen Direktabnahme von Nicola Zari aus kurzer Distanz war er allerdings machtlos. Mit diesem Unentschieden gegen den Tabellennachbarn waren Stuckmann und Co. aber nicht zufrieden und in der 65. Minute schlug erneut Christen zu: Nick Proschwitz segelte zunächst an einer Cerrone-Flanke vorbei und der 22-jährige FL-Nationalspieler beförderte das Leder aus spitzem Winkel gefühlvoll zum 3:2 ins gegnerische Gehäuse. Und da Jehle einen gefährlichen Gourmi-Weitschuss (85.) mit Bravour zur Ecke abwehrte, hielt dieser Spielstand. Mögliche Treffer des eingewechselten Yusuf Akyer (90., 92.), er kam für den sehr aktiven Christen, wären noch eine Draufgabe gewesen.


FC Vaduz, Postfach 158, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, T +423 375 18 00, F +423 375 18 09, info@fcvaduz.li
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