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3. Mai 2010

Der Medienspiegel: FC Biel-Bienne - FC Vaduz 1:0


Beat Moning schreibt im Liechtensteiner Vaterland:

Als der FC Vaduz aufwacht, ist das Spiel bereits entschieden

Nach drei Siegen in Folge hat es den FC Vaduz wieder erwischt. Die Residenzler verloren das Challenge-League-Spiel in Biel mit 1:0. Als die Vaduzer nach einer Stunde aufwachten, war die Partie entschieden.

Der FC Vaduz legte auf der altehrwürdigen Bieler Gurzelen, die in drei Jahren einem neuen Stadion weichen wird, keine gute Visitenkarte ab. Dabei bereiteten sich die Liechtensteiner noch in der Nähe Biels im Tageshotel an der nationalen Sportschule in Magglingen BASPO vor. Doch der Tagesschlaf, der dauerte an. «Wir haben wahrlich noch eine Stunde auf dem Terrain geschlafen», hielt Pascal Bader enttäuscht fest.

Jehle verhinderte Schlimmeres
Die mit zuletzt fünf Unentschieden zu Buche gestandenen Seeländer drückten in ihrem letzten Saison-Heimspiel früh auf das Führungstor. Die Vaduzer Defensive zeigte sich selten auf der Höhe ihrer Aufgabe und verdankte eine Vorentscheidung zugunsten des Gegners vor allem Torhüter Peter Jehle und der eklatanten Abschlussschwäche der Bieler. Vorab der junge Loïc Chatton (19) scheiterte gleich dreimal alleine vor Jehle, der die Schüsse reflexschnell zunichte machte und seine Vorderleute zunehmend «beschimpfte». Die Vaduzer Defensive liess sich mit den flachen Zuspielen in die Spitze mehrmals täuschen. «Wir waren schlicht zu weit weg von den Bielern. Dabei waren wir eigentlich gut auf das Team eingestellt gewesen», so Bader, der letztlich von einem verdienten Sieg der Gastgeber sprechen musste. «Auch weil Biel schon in der ersten Halbzeit 4:0 hätte führen müssen. Wir drückten zwar auf den Ausgleich, aber wir fanden die richtigen Mittel in diesem Match nie.»

Keinen Punkt verdient
Im Spiel nach vorne zeigten die Gäste zwar konstruktive Ansätze und nutzten den Platz auch bei strömendem Regen gut aus, doch in der Konsequenz um den Strafraum herum blieb die Mannschaft einiges schuldig. Biels Verteidigung hatte den Gegner meist gut unter Kontrolle. Einzig Burgmeiers überraschender Weitschuss aus 30 Metern hätte Torhüter Werro in der 22. Minute beinahe erwischt. In der 68. Minute köpfelte der ansonsten kaum gesehene Proschwitz knapp daneben. Das war es an Möglichkeiten zum 1:0 beziehungweise zum Ausgleich. Punkte hätten die Vaduzer trotz ihren kämpferischen, aber spielerisch ungenügenden Bemühungen nach dem 0:1-Rückstand in der 55. Minute auch keine verdient. Da fehlte es an Präzision und Überraschungsmoment.
Nach zehn Minuten und kurz nach einem Lattenschuss Mathys' liess sich die Abwehr nach einem Pass von Mathys aushebeln und Heiniger präsentierte sich vor Jehle, den er mit einem Flachschuss in die nähere Ecke sicher bezwang. Biel bestimmte weitgehend das Geschehen und liess auch in Führung liegend wenig zu. In der 80. Minute verhinderte Jehle mit einer Glanztat auf einen Schuss Casasnovas noch das 0:2. In der Nachspielzeit hatte Bader eine Möglichkeit. Der Ball verfehlte das Ziel klar. Der Ärger wäre noch grösser gewesen, hätten die Schiedsrichter zuvor das Spiel wegen Offside nicht unterbrochen.

Jan Stärker schreibt im Liechtensteiner Volksblatt:

Verdiente FCV-Niederlage

Nach zwei Siegen in Folge wollte man beim FC Vaduz nachlegen und mit einem Sieg in Biel die Seenländer in der Tabelle überholen. Doch daraus wurde nichts. Von Beginn an war Biel die klar bessere Mannschaft.
«Wenn man eine Halbzeit oder gar 60 Minuten verschläft, braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen nach Hause fährt», ärgerte sich FCV-Coach Eric Orie über den Auftritt seiner Mannschaft. «Wir waren viel zu lethargisch. Es war einfach zu wenig, was die Mannschaft gezeigt hat, deswegen haben wir auch verdient verloren.»
Besonders schlimm war, dass man erst in der letzten Minute der Nachspielzeit die einzig echte Chance hatte. Nach einer Flanke von Bellon bugsierte Bader allerdings den Ball über das Tor. Und: Ein Ausgleich in der Nachspielzeit hätte den Spielverlauf mehr als auf den Kopf gestellt. Es wäre schlicht unverdient gewesen.Aber das wussten die Spieler selber, als es nach 95 Minuten vorbei war. «Die erste Hälfte war ganz schlecht. Da haben wir Biel zum Toreschiessen eingeladen. Eigentlich müssten die schon zur Pause 3:0 oder 4:0 führen. Da hat uns Peter (Jehle) das Remis gerettet», so Pascal Bader. «In der 2. Halbzeit haben wir nach dem Rückstand versucht zurückzukommen, doch der letzte Pass kam meistens nicht an, obwohl wir mehr vom Spiel hatten, da Biel sich zurückzog.»

Comeback von Emil Noll
Und trotzdem hätte Bader, vor den Augen seiner Eltern, fast den Ausgleich gemacht. «Der Ball von Bellon in die Mitte wurde noch leicht abgefälscht. Ich habe alles probiert den Ball rein zu spitzeln, doch leider ging er drüber», erklärt der Solothurner die Situation kurz vor Schluss. «Aber: Biel hat das Spiel verdient gewonnen.»Aber es gab dennoch auch eine positive Nachricht, neben der starken Leis-tung von Peter Jehle, nach dem Spiel in Biel: Emil Noll ist wieder zurück. Der Abwehrchef spielte erstmals nach seinem Innenbandriss, den er sich beim 2:0-Sieg gegen Gossau am 21. Februar zugezogen hatte, wieder für den FCV. Und beim 31-Jährigen merkte man nicht, dass er so lange ausgefallen war. «Für mich persönlich bin ich natürlich froh, dass ich endlich wieder dabei sein konnte und nach der langen Pause wieder spielen konnte», so Noll. «Aber ich hätte mir schon gewünscht, dass wir in Biel was mitnehmen. Doch wir haben es nicht verdient, da wir nie richtig ins Spiel gekommen sind.»

Orie gibt zwei Tage frei
Trotz der schlechten Leistung und der Niederlage gab Orie der Mannschaft zwei Tage frei. Erst morgen wird wieder trainiert. «Die Jungs sollen sich einmal ausruhen und die Akkus auftanken. Denn sie sind doch ziemlich platt», so der Holländer. «Aber am Dienstag gehts wieder voll weiter für die letzten drei Spiele.»


FC Vaduz, Postfach 158, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, T +423 375 18 00, F +423 375 18 09, info@fcvaduz.li
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