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19. April 2010

Der Medienspiegel: FC Wohlen - FC Vaduz 0:2


Ernst Hasler schreibt im Liechtensteiner Vaterland:

FC Vaduz stoppt Negativserie

Eine schwächere Leistung als gegen Thun reichte dem FC Vaduz zum 0:2 (0:1)-Auswärtssieg in Wohlen. Somit hat der FCV nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, rechnerisch fehlt noch ein Punkt.

Torjäger Nick Proschwitz erzielte eine Doublette mittels Freistoss (14.) und Foulpenalty (92.). Es war ein «Bauchwehsieg», denn Wohlen spielte ab der 50. Minute mit zehn Mann (Rot für Torhüter Da Costa nach Torraub).

Torflaute beendet ...
Zumindest zwei Serien beendete der FC Vaduz gestern in Wohlen. Einerseits konnte er seine Torflaute beenden: Denn seit 329 Minuten hatte der FCV-Angriff keinen Torerfolg mehr realisiert. Andererseits ist somit die Serie von neun sieglosen Partien beendet. Letztmals hatten die Residenzler am 21. Februar den letzten und bislang einzigen Sieg im Frühjahr (2:0 gegen Gossau) realisiert; das Team ist deshalb auf den elften Rang abgerutscht.
Letztlich bildeten die verbesserte Effizienz aber vor allem die erstarkte Defensive die Basis zum Sieg. Fussballerisch bot der FCV grösstenteils Mittelmass; die kämpferische Einstellung passte indes. Der Patient, FC Vaduz, ist noch nicht geheilt, jedoch auf dem Weg der Besserung.

Führung entgegen dem Spielverlauf
Gefahrenmomente entwickelte in der Startphase nur der Gastgeber. Das 0:1 fiel aus heiterem Himmel und entgegen dem Spielverlauf. Sutter schob den Ball quer und Proschwitz hielt aus 28 Metern drauf und traf ins linke, untere Eck. Zehn Minuten später vergab Proschwitz sogar das 0:2, als er solo vor Torhüter Da Costa auftauchte, der klärte jedoch (24.). Zuvor hatte nur Wohlen dominiert. Ein Tchouga-Volley (7.) und ein Pnishni-Kopfball (10.) verfehlten das Tor. Als Jehle einen langen Ball falsch einschätzte, setzte Ivanishvili das Leder per Kopf neben das herrenlose Tor (11.). «Der Boden war an jener Stelle sehr stumpf», erklärte Jehle und verwies auf die Rote Karte seines Kontrahenten, dem es ähnlich erging. Zum Gegensatz zu Jehle, nahm Da Costa die Hand zur Hilfe: Platzverweis (49.).

Wohlen befreit nach Platzverweis
Mit dem Führungstreffer im Rücken liess der FCV nichts mehr anbrennen. Es gab vor dem Seitenwechsel keine nennenswerten Strafraumszenen mehr. Der Ausschluss von Da Costa hatte wesentlichen Einfluss aufs Spiel. Der FCV war nicht imstande, die Überzahlsituation zu nutzen, Ball und Gegner laufen zu lassen. «Wir konnten zu jenem Zeitpunkt nur noch verlieren. Deshalb sind wir unter Druck geraten. Wir haben spielerisch unsere Defizite, das war schon gegen Thun sichtbar», begründete FCV-Trainer Eric Orie. Spielkunst lebten die Wohlener stattdessen vor, die den Ball schnell durch ihre Reihen laufen liessen. Lediglich im Abschluss haperte es; Tchouga & Co. agierten nicht genügend zwingend. Ein Faoli-Kopfball strich aus 7 Metern übers Tor (77.) und ein Roduner-Weitschuss bereitete Jehle kein Problem (84.). Da besass der FCV die klareren Chancen. Proschwitz vergab einen Hochkaräter (59.), seinen Hinterhaltschuss lenkte Goalie Felder über die Querlatte (88.). Nach schöner Vorarbeit von Akyer nahm Pnishi FCV-Stürmer Proschwitz von den Beinen; der jagte den Foulpenalty sicher in die Maschen (0:2).

Jan Stärker schreibt im Liechtensteiner Volksblatt:

Vaduz kann noch siegen

Endlich wieder ein Sieg für den FC Vaduz! Nach neun Spielen ohne Erfolgserlebnis siegten die Residenzler mit 2:0 beim FC Wohlen. Damit ist das «Abstiegsgespenst» endgültig aus Vaduz vertrieben.
Vaduz-Coach Eric Orie wechselte im Vergleich zum seinem Debüt als Trainer auf drei Positionen. Für den angeschlagenen Cerrone (Bauchmuskelzerrung) spielte Stegmayer links hinten. Dazu wechselte er die rechte Seite komplett aus. Ritzberger und Koitka kamen für Rechsteiner und Rebronja zum Einsatz. Doch zu Beginn spielte nur der FC Wohlen, der auf seinen gesperrten Topscorer Nikola Marjanovic verzichten musste. Vaduz ganz in weiss erinnerte in der Anfangsphase eher an ein «weisses Ballett» statt an eine Mannschaft, die noch in den Abstiegsstrudel geraten kann.
So hatten die Gastgeber auch die ersten Möglichkeiten. Doch sowohl Tchouga (7.) als auch Pnishi (10.) zielten zu hoch. In der 11. Minute allerdings riesen Dusel für Vaduz. Nach einem langen Ball von Raduner kommt Ivanishvili nach einem Missverständnis zwischen Jehle und Stuckmann an den Ball, doch sein Kopfball rollt etwa einen hal-ben Meter rechts neben das Tor.

Führung aus dem Nichts
Mit dem ersten gelungenen Angriff ging dann aber Vaduz in Führung (14.). Der agile Colocci tankte sich in Mittelstürmerposition durch und konnte von Cvetinovic nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoss hämmerte Proschwitz aus 25 Metern zur FCV-Führung links unten rein. Proschwitz` 20. Saisontor!Zehn Minuten später dann noch einmal ein Aufreger: Zuerst schickte Koitka Proschwitz, der alleine auf Da Costa zulief, nach einem Schlenker aber am starken FCW-Keeper scheiterte. Im direkten Gegenzug dann der vermeintliche Ausgleich. Ivanishvili schiesst scharf Richtung Tor und Tchouga hält den Fuss rein, steht aber knapp im Abseits. Danach beherrschte Vaduz das Geschehen bis zum Wechsel.Nach der Pause waren gerade mal zweieinhalb Minuten gespielt, als das Spiel praktisch vorzeitig entschieden wurde. Einen langen Ball unterläuft Da Costa, und der kann rund 23 Meter vor dem Tor nur noch per Handspiel klären. Klare Sache und Schiedsrichter Luca Gut hatte keine andere Möglichkeit, als dem Keeper die Rote Karte zu zeigen. Doch anstatt die Überzahl konsequent auszunutzen, tat sich Vaduz schwer.

Proschwitz zur Entscheidung
Die besseren Chancen hatte aber doch der Super-League-Absteiger. So vergab Proschwitz zwei Mal in aussichtsreicher Position. Zuerst ballerte er aus sechs Metern drüber (59.), dann rettete Wohlens Ersatztorwart Felder stark gegen einen Kracher aus 25 Metern (88.). Dazwischen schoss Ritzberger nach starker Einzelaktion links vorbei (71.). Wohlen kämpfte zwar um den Ausgleich. Doch ausser einem Kopfball von Faioli war nichts Gefährliches mehr dabei für den Kas-ten von Peter Jehle, der die zweite Halbzeit mit einem «Cut» über dem rechten Auge spielte.In der Nachspielzeit fiel dann endgültig die Entscheidung für die Mannen von Eric Orie. Der eingewechselte Akyer bediente Proschwitz klasse, und der konnte von Cvetinovic nur durch ein Foul im 16er gebremst werden - Elfmeter. Den verwandelte der Liga-Toptorjäger sicher unten rechts zum erlösenden 2:0 in der Nachspielzeit.


FC Vaduz, Postfach 158, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, T +423 375 18 00, F +423 375 18 09, info@fcvaduz.li
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