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16. April 2010

Der Medienspiegel: FC Vaduz - FC Thun 0:1


Ernst Hasler schreibt im Liechtensteiner Vaterland:

Keine FCV-Punkte zum Orie-Debüt

Im ersten Spiel unter FCV-Neotrainer Eric Orie hielt der FC Vaduz Leader FC Thun über 90 Minuten in Schach, kassierte jedoch in der 93. Minute durch Bouziane noch einenVerlusttreffer zum 0:1 (0:0). Von Ernst Hasler Fussball. – Zuvor sahen die Zuschauer ein intensives Spiel, in dem jeder Ausgang möglich erschien, denn beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Da der FCV-Defensive mit einem starken Jehle kaum Fehler unterliefen, konnte Thun nur wenige offensive Akzente setzen. Der FCV verschaffte sich die zwingenderen Torchancen, doch fehlte es einmal mehr an der Effizienz. Als im Finish die Kräfte schwanden, durfte sich Thun als glücklicher Sieger feiern lassen:An und für sich hatte die Partie keinen Sieger verdient.

Yakin anderer Meinung
Anders sah das Thun-Trainer Murat Yakin. «Sie waren wohl am falschen Spiel», meinte Murat Yakin lächelnd, angesprochen auf die drei kapitalen FCV-Chancen im ersten Abschnitt. «Meine Mannschaft hat heute sehr gut gespielt und an den Sieg geglaubt », ergänzte der ehemalige Schweizer Internationale.

Thun dominierte, Chancen für FCV
Die Gäste ausThun dominierten dank ihrer spielerischen Vorteile in der ersten Halbzeit und besassen optische Vorteile. Zu den klarsten Chancen kam indes der FCV: Colocci köpfelte den Ball unbedrängt neben den Kasten (20.) und einen Volley vergab er überhastet (35.). Auch Stuckmann hätte aus seinem Kopfball mehr herausholen müssen (38.). Auf der Gegenseite musste Jehle zweimal in extremis einen Dudu- Kopfball (26.) und Gündüz-Hinterhaltschuss (32.) zur Ecke lenken.

Das Last-Minute-Tor
In der Nachspielzeit gelang Thun der Siegestreffer: Glarner drang in den Strafraum ein; seinen Flachpass spitzelte Bouziane ins lange Eck (0:1). «Wir dürfen auch einmal auf diese Weise gewinnen», meinte Thuns Trainer Yakin. «Wir haben oft viele Punkte verschenkt, als wir gut gespielt hatten », so Murat Yakin. Zur Halbzeit nahm FCV-Neotrainer Eric Orie bereits zwei Auswechslungen vor. «Ich wollte ein Zeichen setzen: Wir spielen zu Hause und wollten gewinnen», begründete Eric Orie diese personellen Veränderungen. «Koitka hat auf einen Einsatz gebrannt. Ich hoffte, dass er die Wende herbeiführen kann. Rechsteiner agierte unglücklich, deshalb kam Ritzberger für ihn», so Orie. Die Massnahmen brachten nicht die erwünschteWirkung, denn in der Offensive fehlten die zwingenden Aktionen. Der fleissige Proschwitz (46.) und Stegmayer (87.) konnten Torhüter Stulz nicht wirklich gefährden. Chancen waren im zweiten Abschnitt Mangelware. Lediglich ein Schindelholz-Kopfball – nach dem einzigen gefährlichen Gäste-Eckball – verpasste das Tor haarscharf (72.) und einmal musste sich Bader in einen Dudu-Schuss werfen, um das Schlimmste zu verhindern (82.). In der Schlussphase besassen die Gäste mehr Power und wohl deshalb glückte ihnen noch der glückliche Siegestreffer (0:1).

Orie: «Uns gingen die Kräfte aus»
Der FCV betrieb einen enormen Aufwand und stand letztlich ohne Ertrag da. «Da ist so. Uns sind die Kräfte ausgegangen, schliesslich kassierten wir bitter das Tor in der Nachspielzeit. Das tut weh», so Eric Orie, der etliche gute Phasen sah. «Es gab Ansätze, auf die können wir aufbauen.» Der FCV konnte seine Unsicherheit rasch ablegen. «Die Verunsicherung kann nicht von heute auf morgen abgelegt werden. Dort müssen wir den Hebel ansetzen. Allerdings kann man nicht erwarten, dass wir einen wunderschönen Fussball zeigen. Bestimmt hat man gesehen, dass wir einen taktischen Plan haben und öfters versuchten, den Ball flach zu halten», erläuterte Eric Orie.

«Wir sprechen nicht vom Aufstieg»
Vom Aufstieg wollte der Thuner Trainer nichts wissen. «Wir sprechen nicht vomAufstieg und sind daran, ein gutes Team aufzubauen, das Zukunft hat. Das war auch heute zu sehen, denn wir versuchten, Fussball zu spielen. Jeder einzelne unserer jungen Spieler. Es bereitet Freude, ihnen zuzuschauen », klang Murat Yakin überschwänglich.

Viel Prominenz
Nur spärlich fiel der Auftritt auf den Rängen aus. Dafür waren die Beobachter auf der Tribüne mit Peter Pacult (Rapid Wien), Martin Rueda (Wohlen), Bidu Zaugg (Nationaltrainer), Ralf Loose, ErichVogel,Werner Gerber (YB-Scout) sehr prominent. 

Jan Stärker schreibt im Liechtensteiner Volksblatt:

0:1! Vaduz ohne Glück

Auch der Trainerwechsel von Pierre Littbarski zu Eric Orie hat die Abwärtsspirale des FC Vaduz nicht stoppen können. Gegen den Tabellenführer aus Thun verlor der FCV unglücklich durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit mit 0:1.
Orie stellte auf drei Positionen um. Rebronja spielte für den gesperrten Burgmeier, Büchel kam für Stegmayer und Colocci für Koitka ins Team. Doch die Mannschaft wirkte gegen die frech aufspielenden Berner Oberländer zu Beginn doch noch verunsichert. Schlimm auch die Reaktion mancher Zuschauer, die schon nach wenigen Minuten bei Quer- oder Fehlpässen zu pfeifen begannen. Und: Alles unter den Augen der am Montag freigestellten, nun ehemaligen Übungsleitern Pierre Littbarski und Dietmar Schacht, die sich das Spiel auf der Haupttribüne anschauten.
Die erste Möglichkeit im Spiel hatte dann auch folglich der Tabellenzweite aus Thun. Zuerst vernaschte Aratore Rechsteiner, doch Bader konnte vor dem einschussbereiten Dudu klären (19.). Die nachfolgende, kurz ausgeführte Ecke dribbelte Kukuruzovic an Sutter vorbei, doch in der Mitte stand Steil und konnte den Ball wegschlagen. Und damit einen gefährlichen Konter einleiten. Denn nach Flanke von Cerrone im Gegenzug stand Colocci völlig frei sechs Meter vor dem Thuner Tor. Sein Kopfball ging allerdings doch ziemlich weit links daneben (20.).

Colocci vergibt zwei Mal
Dann war aber wieder der ehemalige Champions-League-Teilnehmer dran. Wieder flankte Aratore und Dudu köpfte aus zehn Meter gefährlich aufs Tor. Jehle verhinderte allerdings mit einer Weltklasseparade den Rückstand (26.). Doch jetzt war auch Vaduz im Spiel und hatte erneut durch Colocci aus fünf Metern (35.) und Stuckmann (38.), jeweils nach Flanken von Sutter die Führung auf dem Fuss bzw. Kopf.
Mit dem Anstoss zur 2. Hälfte wechselte Orie, brachte Ritzberger für Rechsteiner und Koitka für Colocci. Doch das belebte das Spiel auch nicht unbedingt. Vielmehr tat sich 20 Minuten auf beiden Seiten so ziemlich gar nichts. Das Spiel plätscherte so vor sich hin.

Todesstoss in letzter Sekunde
Erst in der 73. Minute wurde es wieder gefährlich. Nach einer Ecke des für FCT-Spielmacher eingewechselten Bouziane verlängerte Schindelholz per Kopf ganz gefährlich. Doch zum Glück für Vaduz ging der Ball nur Zentimeter am langen Eck vorbei. Kurz darauf hätte Vaduz allerdings in Überzahl spielen müssen. Denn Dudu streckte Büchel mit der Hand ins Gesicht nieder. Und das nur fünf Meter von Schiri-Assistent Wicht entfernt. Doch der sah die Tätlichkeit Unerklärlicherweise nicht ...
Dennoch war Thun besser und hatte am Ende durch Dudu noch eine grosse Chance (82.). Und als alles mit einer Punkteteilung rechnete, schlug Thun in der Nachspielzeit doch noch zu. Glarner passt in die Mitte und Bouziane spitzelte den Ball ins lange Eck zum Siegtreffer. 


FC Vaduz, Postfach 158, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, T +423 375 18 00, F +423 375 18 09, info@fcvaduz.li
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