

Tiflis eine Runde weiter
Viel Aufwand, wenig Ertrag, so kann die engagierte Leistung des FC Vaduz im UEFA-Cup-Rückspiel gegen Dynamo Tiflis zusammengefasst werden. 0:0 trennten sich die beiden Teams, die Georgier steigen mit dem Gesamtskore von 2:0 in die zweite Runde auf.
Tore wollten keine fallen. Das lag zum einen an der fehlenden Effizienz im FCV-Abschluss und zum andern am berechnenden Auftritt der Georgier, die zwar immer wieder das Auswärtstor anstrebten, allerdings in erster Linie ihre Defensive im Auge behielten.
FC Vaduz - FC Dinamo Tbilisi 0:0
Vaduz: Sommer, Ritzberger, Reinmann, Cerrone, Akdemir (57. Polverino), Wieczorek, Maggetti, Sutter, Sturm, Grossklaus, Gaspar (70. Rohrer)
Tbilisi: Ovono Ebang, S. Kashia, Zelic, Krsko, G. Kashia, Peikrishvili (75. Odikadze), Digmelashvili (89. Khutsishvili), Khmaladze, Kobakhidze, Merebashvili, Owondo (91. Spasojevic)
Verwarnungen: 89. Digmelashvili (Unsportlichkeit)
Rheinpark Stadion, 755 Zuschauer
Schiedsrichter: Ante Vucemilovic-Simunovic (CRO), assistiert von Tomislav Setka (CRO) und Predrag Borovec (CRO); Vierter Offizieller: Drazenko Kovacic (CRO); UEFA Referee observer: Esa Antero Palsi (FIN); UEFA Delegate: Roland Coquard (FRA)
Bemerkungen: Vaduz ohne Hasler, Fischer und Džombić (verletzt) und Alexandre Da Silva Alves (fehlende UEFA-Qualifikation); Tbilisi ohne Gancharov, Gvelesiani, Dobes und Janashia, Eckenverhältnis: 9:5
Das Abseits, das keines war
Der FC Vaduz verliert in seinem ersten Ernstkampf der Saison auswärts gegen Dynamo Tiflis mit 2:0. Das wichtige Auswärtstor erzielten die Vaduzer zwar durch Raphael Rohrer fast mit dem Schlusspfiff, doch sah der Schiedsrichter ein Abseits.
Die Chancen für die Vaduzer sind aber auch nach dieser Niederlage noch intakt. Dynamo Tiflis gilt und galt zwar immer als klarer Favorit, ist aber keine Übermannschaft. Gerade in der Defensive sind die Georgier verwundbar. Trainer Dusan Ugrin sprach dies nach dem Spiel in der Pressekonferenz auch an: „Unsere Stärke war bisher immer die Abwehr. Jetzt haben wir einen neuen Verteidiger und einen neuen Torhüter und die Kommunikation passte nicht wirklich“. Tatsächlich hatten die Vaduzer Chancen um das so wichtige Auswärtstor zu erzielen. Florian Sturm schoss nach rund 55. Minuten knapp über das Gehäuse, gefehlt hat äusserst wenig. Zu reden gab aber mehr die Szene kurz vor dem Schlusspfiff. Raphael Rohrer erzielte einen Treffer, doch der Schiedsrichter sah Wieczorek dabei im Abseits. Ein Fehlentscheid. „Das war kein Abseits, da bin ich mir sicher“, erklärt Raphael Rohrer nach Spielschluss und auch der erkrankte Bruno Sutter, der das Spiel im Hotel im Fernsehen mitverfolgte und Wiederholungen dieser Szene zu Gesicht bekam ist sich sicher: „Das war kein Abseits“.
FC Dinamo Tbilisi - FC Vaduz 2:0
Tbilisi: Ovono, Kashia, Zelic, Krsko, Dobes, Odikadze (52. Peikrishvili), Digmelashvili, Merebashvili, Khmaladze, Kobakhidze (78. Spasojevic), Akiremy (82. Khutsishvili)
Vaduz: Sommer, Reinmann (72. Akdemir), Ritzberger, Dzombic, Cerrone, Langlet (79. Rohrer), Alastra, Maggetti, Sturm, Polverino, Grossklaus (67. Wieczorek)
Tore: 66. Merebashvili 1:0 (Penalty), 75. Akiremy 2:0
Stadion: Mikheil Meskhi, Tbilisi, 500 Zuschauer Schiedsrichter: Csaba Sapi assistiert von Peter Hegyi und Zsolt Varga (alle Ungarn), 4. Offizieller: Tamás Tomas (Ungarn), UEFA Referee observer: Jan Fasung (Slowakei)
Bemerkungen: Vaduz ohne Zarn, Fischer und Gaspar (verletzt), Alexandre (fehlende Spielberechtigung) und Sutter (krank). Alastra erlitt nach Zusammenprall eine Platzwunde am Hinterkopf, konnte weiter spielen und wurde nach dem Spiel im Krankenhaus versorgt (3 Klammern). Tor von Rohrer (89.) wegen Abseits aberkannt. Eckenverhältnis: 10:1
Freitag, 29.6.2007: Auslosung in Nyon
Donnerstag, 19.7.2007: Hinspiel 1. Qualifikationsrunde in Tiflis, Anstoss: 18:00 Uhr (Ortszeit)
Donnerstag, 2.8.2007: Rückspiel 1. Qualifikationsrunde in Vaduz, Anstoss: 19:30 Uhr
Football Club Dinamo Tbilisi
Gegründet: 1925
Vereinsfarben: Blau - Weiss
Stadion: Boris-Paitschadse-Stadion
Plätze: 74'000
Liga: Umaglesi Liga
Saison 2005/06: 3. PLatz
Saison 2006/07: 2. Platz
Der FC Dinamo Tiflis (georgisch დინამო თბილისი/ Dinamo Tbilissi) ist ein Fussballverein aus Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. 1981 gewann das Team den Europapokal der Pokalsieger, nachdem Dinamo als sowjetischer Vertreter in diesem Wettbewerb im Finale in Düsseldorf den FC Carl Zeiss Jena mit 2:1 besiegt hatte.
Cheftrainer ist der Tscheche Dušan Ugrin, Jahrgang 1943, ehemaliger Nationaltrainer der Tschechischen Republik. Vereinspräsident ist seit 2001 Badri Patarkazischwili.
Erfolge:
Sowjetischer Meister: 1964, 1978
Sowjetischer Pokalsieger: 1976, 1979
Georgischer Meister: 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2003, 2005
Georgischer Pokalsieger: 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 2003, 2004
Europapokal der Pokalsieger: 1981
GUS-Pokal: 2004
Berühmte Spieler:
Kacha Kaladse
Kaladse gab sein Pflichtspieldebüt im Alter von 16 Jahren in der Saison 1993/94. Später wechselte er zu Dynamo Kiew in die Ukraine. Mit Kiew zog er unter anderem 1999 ins Halbfinale der Champions League ein und absolvierte insgesamt 71 Pflichtspiele für den ukrainischen Rekordmeister. 2001 wechselte er zum AC Mailand, 2003 gewann er mit dem italienischen Club sowohl die Coppa Italia als auch die UEFA Champions League, im Jahr darauf den italienischen Meistertitel (Scudetto). In der Saison 2006/07 wurde Kaladse mit dem AC Mailand erneut Champions-League-Sieger.
Ned Zelic
Seit 2007 im Kader von Dinamo. Frühere Stationen waren unter anderem Borussia Dortmund, Queens Parc Rangers, Eintracht Frankfurt, Auxerre oder 1860 München. Zelic war mit Dortmund UEFA Cup Finalist (1993) und deutscher Meister (1995); er ist Australischer Nationalspieler.
