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Medienspiegel: FC Vaduz vs. YB Bern 1:0

Marco Pescio / Liechtensteiner Volksblatt:

Status quo im Abstiegskampf

Der FC Vaduz gewinnt das wichtige Heimspiel gegen die (lustlosen) Young Boys 1:0, erfährt aber aus Luzern, dass Direktkonkurrent Lausanne dort ebenfalls einen 3:0-Erfolg feierte. Damit bleibt die Vaduzer Lage drei Runden vor Schluss heikel.

Da fährt der FC Vaduz endlich seinen ersten Heimsieg seit dem 27. November (5:1 gegen Lugano) ein – und dann wird die Freude sogleich wieder getrübt. Lausannes Sieg in der Luzerner Swissporarena macht dem FCV einen grossen Strich durch die Rechnung. Statt einer Verkürzung des Rückstands auf den rettenden neunten Tabellenplatz bleibt es beim Status quo im Abstiegskampf. Somit bleibt die Vaduzer Lage zwar schwierig, doch der Erfolg gegen die Berner dürfte dem Team von Roland Vrabec für die restlichen drei Runden – in den Auswärtsspielen in Lugano und Luzern und zu Hause gegen Thun – noch einmal Auftrieb geben. Aufgrund des schlechten Torverhältnisses des FCV ist klar: Vaduz muss mindestens sechs Zähler mehr einfahren als Lausanne.

Kampf und Krampf

Der Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten aus der Schweizer Hauptstadt war letztlich verdient, auch wenn die 3684 Zuschauer alles andere als einen Fussballleckerbissen zu sehen bekamen. Der FCV startete fehlerhaft, war aber immerhin bemüht und ackerte in beiden Halbzeiten viel – bis er in der 72. Minute endlich belohnt wurde. Nach einer chaotischen Szene im Berner Strafraum war es Mario Bühler, der aus kurzer Distanz das 1:0 markierte. Trainer Roland Vrabec, der während des Spiels stark mitgelitten und sich in seiner Zone stets auf und ab bewegt hatte, war sich nach Abpfiff bewusst, dass es «keine gute Super-League-Partie» gewesen war. Er meinte aber: «Für uns ging es hier nicht darum, zu glänzen. Wichtig war, dass unser Team das Spiel mit Leben erfüllt und gut organisiert ist.» Beides war in der Tat der Fall. Während den Fans schöne Spielzüge und andere Finessen verwehrt blieben, sahen sie ein von Kampf und Krampf geprägtes Duell.

Uninspirierte Berner

Die Young Boys, eigentlich ein Ensemble von feinen Kickern, vermochten an diesem angenehm warmen Maiabend überhaupt nicht zu überzeugen. Der Favorit aus Bern war uninspiriert und antriebslos, es war deutlich zu spüren, dass es bei ihm in dieser Saison um nichts mehr geht. Ein Schuss an den Aussenpfosten von Youngster Michel Aebischer in der 83. Minute war noch die beste Torchance der Gäste. Auch die Einwechslungen der Energiebündel Yoric Ravet und Roger Assalé erzielten nicht die Wirkung, die der Vorarlberger Trainer Adi Hütter beabsichtigte.
Der Plan von FCV-Trainer Vrabec ging dafür auf. Er hatte in der Start-elf gleich vier Änderungen vorgenommen, wenn auch zwei davon verletzungsbedingt waren. Philipp Muntwiler (Leistenprobleme) und Nicolas Hasler (Muskelfaserriss in der Bauchmuskulatur) mussten kurzfristig passen. Ersteren nahm Vrabec noch auf die Ersatzbank, einfach, um genügend Spieler im Kontingent zu haben. Zudem nahm der Vaduzer Trainer im Vergleich mit dem vorhergehenden Derby gegen St. Gallen (0:2) auch Gonzalo Zarate und Albion Avdijaj aus der Startformation. Das Quartett Mario Bühler, Diego Ciccone, Dejan Janjatovic und Aldin Turkes kam neu zum Zug. Gleichzeitig rückte Innenverteidiger Konrad eine Position nach vorn und gab im Dreiermittelfeld den «Sechser». «Er hat die Aufgabe solide gelöst, war fleissig und hatte eine gute Zweikampfführung», befand Vrabec danach. Er sei froh, mit Konrad eine Alternative für das zentrale Mittelfeld gefunden zu haben. Gerade auch, weil Hasler laut dem FCV-Trainer nun sogar die ganze Saison auszufallen droht.

Matchglück ist zurückgekehrt

Für Vrabec war es der erste Sieg im Rheinpark-Stadion. Dass die Freude durch den Lausanner Sieg getrübt wurde, konnte er nicht verneinen. «Das ist schon ein wenig enttäuschend, natürlich hätten wir uns da ein anderes Ergebnis gewünscht.» Aber Vrabec erklärte auch: «Wir sind jetzt glücklich, dass wir den Anschluss immerhin wahren konnten und wir freuen uns auch über das Matchglück, das uns in den letzten Spielen oft gefehlt hat.»


Ernst Hasler / Liechtensteiner Vaterland:

Der FC Vaduz hält sich am Leben

Der FC Vaduz besiegte in einem wahren Abnützungskampf den BSC Young Boys mit 1:0 (0:0). Konrad erzielte den Siegestreffer, nachdem Bühlers Kopfball noch geklärt worden war (74.). Trotz Freude - Lausanne siegte in Luzern.

Da Lausanne seinen Beitrag zur Mission Ligaerhalt leistete und in Luzern dank Toren von Torres (18.), Campo (41.) und Kololli mittels Foulpenalty (55.) mit 0:3 (0:2) siegte, trübt das den gestrigen FCV-Sieg; somit bleibt es beim Status quo und fünf Zählern Rückstand auf die Romands.

Der FCV agierte solidarisch, kämpfte, blieb stetig dran am Geschehen und beanspruchte auch das Quäntchen Glück, doch der Sieg war nicht gestohlen. YB glänzte nicht mit Zauberfussball, denn YB-Trainer Hütter schonte Ravet und Assalé.

Keine Tore in der ersten Halbzeit

In der Startphase trug sich wenig zu. Kukuruzovic wagte einen Heber aus 45 Metern, verfehlte jedoch das Tor (10.) und Janjatovic, der freie Schussbahn hatte, jagte einen Volley zur Eckfahne (19.). Ein Turkes-Querpass blieb ohne Abnehmer (27.) und Bühler köpfelte einen Kukuruzovic-Freistoss völlig fre istehend in die Arme von Torhüter Mvogo (34.). Der FCV agierte mit viel Geduld im Spielaufbau, zeigte lange Ballstaffetten, nahm aber wenig Risiko, zudem erwiesen sich die Berner in der Defensive als kompakt.

Stattdessen kam auch YB zu guten Möglichkeiten. Ein Gerndt-Schrägschuss zischte knapp neben das Tor in Behind (21.) und eine Zeigerumdrehung später unterlief Göppel ein Fehlpass, Frey setzte den Schuss haarscharf über die Querlatte. Ein Sulejmani-Schuss fiel zentral aus (27.) und nach einem Konter blockte FCVMittelfeldspieler Kukuruzovic gegen Bertone im Strafraum erfolgreich (34.). Ein Raunen verursachte Nuhu mit seinem Distanzschuss, der den Kasten relativ knapp verfehlte (37.). Letztlich war es ein leistungsgerechtes Remis zur Halbzeit.

Konrad erlöst den FCV nach Eckball

In der zweiten Halbzeit lebte die Partie in erster Linie von der Spannung. Dem FCV fehlte weiterhin die Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor. Doch die zeigte Grippo beim vierten Eckball, Aebischer klärte mit der Hand auf der Torlinie, danach spedierte Bühler den Ball Richtung Tor, wo Konrad den Ball endgültig über die Torlinie beförderte (1:0).

Zuvor schoss Ciccone zu zentral (51.) und Turkes besass zwei Hochkaräter mittels Kopf: Zuerst verfehlte er aus sechs Metern (56.) und köpfelte aus sieben Metern den Ball frei stehend in die Arme von Mvogo (60.). Zarate sorgte nach seiner Einwechslung für Belebung und scheiterte zweimal mit seinen Schüssen (78./86.). Avdijaj verstolperte eine Topchance (69.), weshalb das Zittern bis zum Schlusspfiff anhielt.

Bei YB sorgte vor allem der schnelle Assalé für viel Wirbel. Seinen Knaller aus 22 Metern klärte Siegrist zur Seite (65.), zielte zu hoch (74.). Das Glück beanspruchte der FCV, als Aebischer den Ball an den Aussenpfosten setzte (83.). Nichtsdestotrotz realisierte der FCV nach langer Durststrecke einen Heimsieg.


Medienspiegel: FC Vaduz vs. YB Bern 1:0