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Aus der Traum – Der FC Vaduz verabschiedet sich mit einem 1:1 aus der Europa League Qualifikation

Die Ausgangslage vor dem heutigen Spiel war klar: wollte der FC Vaduz in die nächste Runde der UEFA Europa League Qualifikation kommen, musste er dieses Spiel mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen. Bestimmt keine leichte Herausforderung gegen die sehr kompakt stehenden Litauer. Dennoch war dem FCV von der ersten Minute an anzumerken, dass sie hier etwas mitnehmen wollten. Sie präsentierten sich hellwach, aggressiv und setzten den Gegner früh unter Druck. So dauerte es keine drei Minuten ehe Muntwiler einen Schuss von der Strafraumgrenze knapp über die Latte zirkelte. Doch auch Zalgiris versteckte sich keinesfalls und versuchte, wie von Trainer Urbonas im Vorfeld angekündigt, nach vorne zu spielen. So entwickelte sich schnell eine offene und interessante Affiche im Rheinpark Stadion. In der 17. Minute kamen die Gäste zu ihrer ersten grösseren Chance: nach einer Kopfballvorlage von Mikolunas kam der grossgewachsene Stürmer Ogana unbedrängt zum Abschluss, verfehlte das Tor aber klar. Keine Gefahr für den FCV in dieser Situation. Richtig gefährlich wurde es aber in der 22. Minute. Einen direkt geschossenen Freistoss von Manzorro aus 17. Metern konnte Hirzel gerade noch abwehren. Der Ball sprang Wieser ans Bein und landete beinahe im eigenen Tor. In der 29. Minute sorgte dann Tadic beinahe für die Vaduzer Führung. Eine Flanke von Vitija konnte Vilnius nicht richtig klären und irgendwie landete der Ball bei Tadic. Sein Schuss von der rechten Seite aus spitzem Winkel wurde aber wieder einmal geblockt - da fehlte nicht viel. In der 34. Minute war es aber soweit und der FCV ging verdient in Führung. Jodel Dossou wurde im Sechzehner angespielt, machte ein, zwei Körpertäuschungen und traf dann mit einem satten Flachschuss durch die Beine von Gästetorhüter Bartkus. Stand jetzt würde es also in die Verlängerung gehen. Mit dieser 1:0 Führung für die Vaduzer ging es in die Halbzeitpause. Der bisherige Spielverlauf versprach jedenfalls eine spannende zweite Halbzeit. 

 

Beide Teams starteten unverändert in die zweite Halbzeit. Und diese startete gleich mit einer gefährlichen Freistosschance für die Vaduzer. Der Schuss von Wieser wurde allerding abgewehrt und der nachfolgende Eckstoss brachte nichts ein. Der FCV blieb aber weiterhin am Drücker und spielte mutig nach vorne. In der 61. Minute wieder eine sehr gute Möglichkeit für das Heimteam! Ein perfekt getretener Freistoss landete bei Wieser, der den Ball mit dem Kopf allerdings nicht richtig traf. Das hätte das erlösende 2:0 sein können. Leider kam es aber anders. Captain Simkovic fasste sich aus 20 Metern ein Herz und hämmerte mit einem Traumschuss den Ball an die Unterkante, wovon dieser im Tor der Vaduzer einschlug. Nun wurde es natürlich extrem schwierig für die Vaduzer, die in den letzten 25 Minute zwei Treffer erzielen mussten, wollten sie noch die nächste Runde erreichen. Roland Vrabec reagierte und brachte mit Brunner und Babic zwei neue Offensivkräfte. Die Auswechslungen zeigten jedoch nicht die erhoffte Wirkung, zu schockiert schien der FCV zu diesem Zeitpunkt über den ziemlich unverdienten Ausgleichstreffer. Vaduz musste nun logischerweise seine Offensivbemühungen noch einmal verstärken, wodurch sich für die Gäste einige Räume auftaten. Die Litauer kamen daher zu zwei, drei gefährlichen Kontermöglichkeiten, die jedoch nicht zu einem Torerfolg führten. Aber auch das Heimteam kam zu Chancen. In der 83. Minute kam Babic nach einer herrlichen Flanke von rechts alleinstehend zum Kopfball, drosch den Ball aber an die Querlatte. Das hätte das 2:1 sein müssen und hätte dem FC Vaduz sicher noch einmal Auftrieb für die letzten Minuten gegeben. So blieb es aber beim 1:1 Endstand. Der FC Vaduz bestreitet am kommenden Sonntag beim FC Schaffhausen sein nächstes Meisterschaftsspiel und wünscht dem FK Žalgiris Vilnius für die nächste Runde alles Gute. Hopp Vadoz! 

 

FC Vaduz: Hirzel; Vitija, Wieser, Bühler, Göppel; Muntwiler; Dossou (Brunner / 72.'), Mathys (Blasucci / 85.'), Drazan (Babic / 74.'), Coulibaly; Tadic

 

FK Žalgiris Vilnius: Bartkus; Baravykas, Mamadou, Tomic, Donovan; Mikoliunas, Manzorro (Simkus / 64.'), Blagojevic, Simkovic; Antal, Ogana

 

Tore: 1:0 Dossou (34.'), 1:1 Simkovic (66.')

 

Verwarnungen: 49.' Wieser (Foulspiel), 53.' Baravykas (Foulspiel), 58.' Donovan (Reklamieren)

 

Rheinpark Stadion: 853 Zuschauer
 
Schiedsrichter: Anastasios Papapetrou (GRE)
Assistenten: Vasilios Kampouris (GRE), Tryfon Petropoulos (GRE)
4. Offizieller: Ioannis Papadopoulos (GRE)
 
FC Vaduz ohne: Mikus, Sülüngöz, Puljic, Gajic (alle verletzt); Lüchinger (Gesperrt); Ospelt, Saglam, Chevalley (nicht im Aufgebot)



Aus der Traum – Der FC Vaduz verabschiedet sich mit einem 1:1 aus der Europa League Qualifikation