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Knapper Vaduzer Auswärtssieg

Eigentlich hätte der Siegtorschütze, Mohamed Coulibaly nach seiner Verletzungspause bei Servette Genf nicht von Beginn weg spielen sollen. Ein unglücklicher Zufall, der den Vaduzern letztlich den äusserst knappen Sieg bescherte. «Maurice Brunner hat beim Aufwärmen einen Zwick gespürt. Ich wollten kein Risiko eingehen und hab dann Coulibaly auf den linken Flügel gestellt», so FCV-Trainer Roland Vrabec. Und die Entscheidung, dem 29-jährigen Offensivspieler das Vertrauen zu schenken, erwies sich als goldrichtig. Es lief die 64. Spielminute, Chancen gab es nach einer eher «taktisch geprägten ersten Halbzeit», wie es Vrabec nannte, bis dahin auf beiden Seiten. Marco Devic erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld, und überliess ihn dann Coulibaly. Dieser sprintete von der Mittellinie los, vorbei am ersten Gegner, am zweiten und zog dann von links in den Strafraum. Dort fackelte er nicht lange und bugsierte den Ball mittels Flachschuss ins rechte untere Eck zur wichtigen 1:0-Führung. Nur zehn Minuten davor liess der französisch-senegalesische Doppelbürger eine Riesenchance aus. Alleinstehend vor Heimtorhüter Frick, schoss er diesem den Ball direkt in die Arme.
 

Nach der FCV-Führung entwickelte sich im Stade de Genève ein Spitzenkampf mit «guten Möglichkeiten auf beiden Seiten». Anders sah es da in den ersten 45 Minuten aus. Zwar mussten die beiden Tormänner ein, zwei Mal eingreifen – wirkliche Topchancen waren allerdings Mangelware. «Beide Teams haben sehr abwartend gespielt. Die Räume waren sehr eng und die Abwehrreihen standen richtig gut», hielt Vrabec nach der Partie fest. Das Vaduzer Tor war dann so etwas wie der Weckruf für die Westschweizer, die im Anschluss an den FCV-Treffer immer besser ins Spiel fanden – natürlich auch bedingt dadurch, dass sich Vaduz etwas «zurückzog und auf Konter lauerte», so Vrabec. Doch entweder spielten die Genfer ihre Angriffe nicht sauber zu Ende, oder sie fanden in Peter Jehle, der nach der Pause im Cupfinale wieder in die Startelf rückte, ihren Bezwinger. «Wir waren die etwas glücklichere Mannschaft», so Vrabec. Und genau weil Servette auf den Ausgleich drängte, ergaben sich für den FCV immer wieder Räume, die zwar zu keinem weiteren Treffer reichten, aber immerhin für etwas Entlastung sorgten.

 

Die FCV-Akteure hielten dagegen und belohnten sich am Ende mit dem knappen 1:0 beim direkten Konkurrenten. Trainer Vrabec hob nach der Partie vor allem auch die gute Defensivarbeit seiner Mannschaft hervor: «Wir haben viel besser verteidigt, waren frischer und sind auch gut ins Spiel gekommen. Der Sieg freut mich sehr und es zeigt, dass wir in dieser Rückrunde gut in Form sind», so der Deutsche. Die Chancen, die Saison am Ende auf dem angestrebten zweiten Platz zu beenden, wurden durch den knappen Sieg noch mal erhöht.(www.volksblatt.li)


Knapper Vaduzer Auswärtssieg